
begleitung im Übergang

Tabea Herzog
Begleitung im Übergang
"Alles ist Übergang,
doch manch einer berührt uns tiefer"
In unserer Gesellschaft gibt es wenig Raum für das Thema Tod.
Aber gerade während des Sterbens oder der Trauer, möchten wir darüber reden, dem Raum geben was uns bewegt,
darüber weinen,
wüten,
verabschieden
und in den Prozess gehen -
mit einem Gegenüber.
Gerne bin ich dieses Gegenüber,
höre achtsam zu,
halte den Raum,
bin mit dir da.

Tabea Herzog
Begleitung im Übergang
"Alles ist Übergang,
doch manch einer berührt uns tiefer"
In unserer Gesellschaft gibt es wenig Raum für das Thema Tod.
Wir haben vergessen, Lebensübergänge zu benennen, feiern und begleiten.
Aber gerade während des Sterbens oder anderen Lebensübergängen, möchten wir darüber reden, dem Raum geben was uns bewegt,
darüber weinen,
wüten,
verabschieden,
zusammen schweigen
und in den Prozess gehen -
mit einem Gegenüber-
um willkommen zu heissen,
was neues kommt.
Gerne bin ich dieses Gegenüber,
höre achtsam zu,
halte den Raum,
bin mit dir da.
Begleitungen
Sterbebegleitung

Während deiner letzten Zeit begleite ich dich achtsam durch den wohl tiefsten aller Lebensprozesse.
Durch regelmässige Besuche, lerne ich dich und deine Bedürfnisse kennen und steh für diese ein, solltes du es nicht mehr können.
Ich bin an deiner Seite, damit du diesen Weg nicht alleine gehen musst, ziehe mich aber auch zurück.
Sterben ist so individuell wie unsere Leben es sind.
Viele Menschen möchten nicht alleine Sterben, manche wünschen gerade dies.
Ich halte dir deinen Raum.
Alles hat darin Platz.
Ich fühle mich geehrt, dich zu begleiten.
20jährige Erfahrung in der Langzeitpflege und Spitex als Pflegefachperson FaGe
2jährige Ausbildung als Trauer und Sterbebegleiterin an der Jemanja
gewachsen an persönlichen Verlusten

Sterbebegleiter* was machen die eigentlich?
Ich bin Tabea, 1982 geboren, Alleinelternteil, Waldkind, Menschenfreundin, ehemalige Krankenschwester in der häuslichen Pflege und Langzeitpflege, fasziniert von den Mysterien des Lebens und des Sterbens.
Seit Jan. 24 auch Trauer- & Sterbebegleierin.
In der Schweiz sorgt dieses Wort doch des öfteren für Verunsicherung:
"dann arbeitest Du für Exit?"
Nein.
Ich bin Sterbebegleiterin und keine Sterbehelferin - ein grosser Unterschied.
Im Englischen gibt es das Wortspiel Deathwife.
Eine Mischung aus Midwife (Hebamme) und Tod.
Eine Hebamme am Lebensende.
Wir unterstützen beim Sterben, was ja eigentlich nichts anderes als die Geburt aus dem eigenen Körper heraus darstellt.
Was machen wir da?
Wahrscheinlich kommt es hier ein bisschen auf die Vorbildung draufan. Als ehemalige Krankenschwestern(Pflegefachpersonen/ Fachpersonen Gesundheit) haben wir viel Erfahrung in medizinaltechsnischen Verrichtungen sowie der Pflege, wir haben alle mindestens den Grundkurs in basaler Stimulation, wissen um die ersten Schritte nach dem eingetretenen Tod.
Ohne diese medizinische Vorbildung sind Sterbebegleiterinnen, um bei den Hebammen zu bleiben, Doulas. Auch hier finde ich das Wort Deaddoula oder Life End Doula sehr schön.
Da in Europa Doulas auch bei der Geburt zu Beginn unserer Verkörperung noch keinen hohen Stellenwert haben, braucht diese Rolle auch Erklärung:
Was also ist eine Doula?
Doula ist Griechisch und bedeutet Dienerin. Eine Doula dient der Person also in einem Prozess, wo diese selber in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt ist. Dies setzt eine tiefe Auseinanderstzung mit dem zu begleitenden Menschen voraus, denn oft, sei es beim Sterben oder beim Gebären, können Wünsche nicht mehr klar formuliert werden. Aber genau dafür ist die Doula da; um den Willen und die Wünsche der Sterbenden (oder Gebärenden)zu erfüllen, stellvertretend einzufordern und zu übernehmen.
Dies fordert eine höchste Empathie. Basale Stimulation kann hier als wunderbares Kommunikationswerkzeug eingesetzt werden - denn Sterbende sind in der terminalen Phase oft non verbal.
Ich sehe mich als eine Mischung aus Life End Doula und Deathwife.
Ich bin Raumhalterin.
Hebamme und Doula im Sterben.




